Spiegelungen sind der kleine Trick der Fotografie, mit dem man die Welt einfach mal auf den Kopf stellt – oder verdoppelt, verzerrt, ineinander verschwimmen lässt. Pfützen, Fensterscheiben, Gewässer, Sonnenbrillen, glänzende Autolacke, Spiegel im Wortsinn – überall dort, wo eine Oberfläche reflektiert, steckt Potenzial für ein Bild mit doppeltem Boden.
Mal geht es um die perfekte, fast unheimliche Symmetrie einer ruhigen Wasseroberfläche, mal um verzerrte, fragmentierte Spiegelbilder in Glas oder Metall, die die Realität in etwas Abstraktes verwandeln. Auch das Spiel zwischen Spiegelbild und tatsächlichem Motiv – was ist real, was nur Reflexion? – kann für spannende Bildideen sorgen.
Haltet die Augen offen, wo sich in Emden gerade etwas spiegelt: im Ratsdelft, in einer Pfütze nach dem Regen, in einer Fensterfront am Hafen oder auch ganz banal in einer Sonnenbrille. Erlaubt ist alles, was die Doppelung interessant macht – ob täuschend echt oder verfremdet bis zur Unkenntlichkeit.
